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IPv6 Kongress 2013 - unser Referent mit einer Zusammenfassung

18.06.2013 - News

IPv6 - (fast) von Anfang an

Zum fünften Mal fand der gemeinsam vom DE-CIX, heise Netze und iX veranstaltete IPv6-Kongress in Frankfurt/Main statt. Auch dieses Jahr wurde ein Kollege als Referent akkreditiert und berichtet hier über seine Eindrücke und speziell zum Status quo der Umsetzung von IPv6.

Unsere Kollegen beschäftigen sich bereits seit 2000(!) mit der Implementierung von IPv6.
Mehr als 10 Jahre bevor das Thema durch den ersten World IPv6 Day oder den sog. "Dual-Stack-Betrieb" großer Plattformen (wie bei Facebook) eine erhöhte Aufmerksamkeit in den Medien und bei IT-Verantwortlichen bekam.
So bekräftigen wir unser Engagement zur Ablösung von IPv4 unter anderem mit eigenen IPv6 Tagungen, Workshops für Kunden und eben durch die Teilnahme an Konferenzen, als Referent und Besucher.
So referierte beim diesjährigen IPv6-Kongress der Kollege Guido Paliot in seinem Vortrag über einen sukzessiven und wirtschaftlich sinnvollen IPv6-Rollout aus der Praxis. Nämlich den bei uns, der Topalis Gruppe.
Weitere Informationen im Überblick erhalten Sie in den Infoboxen.

Und nun zum Bericht von Guido Paliot über den IPv6-Kongress 2013:

Da es meine erste Teilnahme am Heise IPv6-Kongress war, kann ich nur mit den Erfahrungen meiner Kollegen aus den Vorjahren vergleichen, hatte aber das Gefühl, dass Aufbruchsstimmung herrscht.

IPv6 ist nicht mehr nur ein "interessantes Thema" für "irgendwann", es werden konkrete Projekte geplant. Seit dem World IPv6 Launch Day vor etwas mehr als einem Jahr scheint das Stillhaltespiel zwischen Providern und Inhalteanbietern ("keine Inhalte-keine Verbindungen-keine Verbindungen-keine Inhalte") beendet zu sein. Das zeigten zum Beispiel die Statistiken, die Martin J. Levy (Hurricane Electric) präsentierte: seit einem Jahr steigt das Volumen des IPv6 Verkehrs steil an, wenn auch auf insgesamt noch bescheidenem Niveau.

Aber es ist mehr in Sicht. Endlich stellen die ISP auch Endkunden vollwertige Internetanschlüsse bereit. Ob nun, wie bei den beiden großen Kabelanbietern, aus der Not, nicht mehr genug IPv4 Adressen bekommen zu können oder als Test mit Neukunden wie bei der Telekom. Gerade für Endkunden wird zur Zeit noch der Datenschutz diskutiert. Wie schafft man den Spagat zwischen der (Pseudo)Anonymität beim Surfen und der Möglichkeit den Heimserver mit den eigenen Inhalten erreichen zu können? Lutz Donnerhacke (IKS Service) stellte eine interessante Lösung vor, bei der seinen Kunden sowohl ein fester Adressbereich als auch regelmäßig wechselnde Bereiche zugeteilt werden, um beides zu ermöglichen. Der Mitbewerb hat hoffentlich zugehört und zieht nach.

Auch in anderen Bereichen wird weiterentwickelt, obwohl das Protokoll an sich schon viele Jahre alt ist. Hosnieh Rafiee (Hasso-Plattner-Institut) stellte Secure Neighbor Discovery und verwandte Lösungen zur Verbesserung der Sicherheit vor.
Weiterentwicklung ist aber kein Grund abzuwarten, denn keine lebende Technik steht still. Umgekehrt gibt es viele Gründe jetzt zu starten. Ein neues Netz ist gleichzeitig auch die Chance "gewachsene" Strukturen hinter sich zu lassen und mit der jetzt noch vorhandenen Zeit und einer durchdachten Planung den Grundstein für das Netz der nächsten Jahrzehnte zu legen. Dabei muss - und sollte - man nicht alles auf einmal angehen. Kleine Schritte, synchron mit Neuanschaffungen, Vertragsverlängerungen und geplanten Änderungen, sind die wirtschaftlichste Methode IPv6 im eigenen Netz auszurollen - wenn man nur rechtzeitig beginnt.

Deshalb: Fragt heute noch bei euren Providern, Herstellern und Dienstanbietern nach IPv6. Plant IPv6 in euren eigenen Produkten und sorgt dafür, dass eure Inhalte über IPv6 erreichbar sind. Die (kleine) Firmenwebseite ist ein guter Start und mit minimalem Aufwand verbunden. Act Now!
Guido Paliot

 

Guido Paliot ist seit 2001 Techn. Consultant der Topalis Gruppe.
Er arbeitete in dieser Zeit an vielen verschiedenen Themen von Linux auf IBM S/390 bis AAA-Systeme im Automobilkonzern. Zur Zeit betreut er neben Projekten aus dem Bereich IT-Sicherheit auch die Einführung von IPv6 auf den internen Systemen der Topalis.